Konzept

Menschenbild

Uns ist die Gemeinschaft aller Gruppen bzw. aller Altersstufen in unserem Haus unterschiedslos wichtig. Kinder aus der Krippe haben die Möglichkeit in den verschiedenen Gruppen den Alltag zu erleben, genauso gilt dies für die einzelnen Gruppen des Kindergartens. Die Kinder sollen ein Verständnis dafür entwickeln, wie das Zusammenleben in den verschiedenen Gruppen (Krippe-, Regel- und Integrationgruppe) ablaufen und harmonieren kann. Jedes Kind soll mit seinen Stärken und Schwächen integriert werden.

Egal welche Hautfarbe, welche Herkunft, welchen Entwicklungsstand die Menschen haben , mit denen wir zusammen arbeiten, sie alle sollen sich angenommen, wertgeschätzt und respektiert fühlen.

Diese grundlegenden Werte versuchen wir umfassend zu leben und zu vermitteln. Einbezogen sind hierbei alle Menschen die sich in unserem Haus aufhalten.

 

Selbstverständnis

Uns ist es wichtig, dass wir uns gegenseitig wertschätzen und tolerieren. Jeder von uns soll sich angenommen und wohl fühlen. Wir versuchen uns gegenseitig in unseren täglichen Bedürfnissen zu respektieren und zu unterstützen. Wir streben an, lösungsorientiert im Team zu agieren und Konflikten offen entgegen zu treten. Wir legen Wert auf Ausgeglichenheit und Harmonie. Ein ehrlicher und offener Umgang hat in unserem Team einen hohen Stellenwert und ermöglicht uns ein flexibles und spontanes Miteinander in unserem Alltag.  

 

Leitziele der Pädagogik

Wir erfassen und dokumentieren den Entwicklungsstand kontinuierlich anhand der Bücher "Ber Beobachtungsbogen für Kinder unter 3", "Der Beobachtungsbogen für Kinder von 3 - 6", "Der Beobachtungsbogen für Vorschulkinder" und "Der Beobachtungsbogen für Sprachentwicklung von 1 - 6" von Kornelia Schlaaf-Kirschner. Wir fördern Kinder umfassend, indem wir in gleichen Teilen die Kinder betreuen, erziehen und bilden. Die gruppenübergreifenden Kontakte werden durch die angebotsorientierte Pädagogik und vorbereitete Umgebung in den Fachräumen ermöglicht.

Das soziale Lernen schließt die Begegnung mit demokratischen Regeln ein. Wir fördern durch die Anwendungen von Partizipationsprinzipien wie z.B. Mitbestimmungsrecht, Entscheidungsfreiheit, Diskussionen gemeinwesenorientierte Kompetenzen.

Das Erlebnis in der Gruppe und der Gemeinschaft im Kindergarten schafft ein starkes Zugehörigkeitsgefühl.Trotzdem bleibt die Ausbildung eines hohen Grades von Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein das vorrangige Ziel aller Aktivitäten. Die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt und die Beachtung aller gemeinschaftlichen Werte und Normen, Regeln und Gesetze sind die Grundlagen für ein gesundes, soziales Miteinander auch in der Zukunft.

 

Angebotsorientierung (Montag, Dienstag und Donnerstag)

Jeder Mensch entwickelt sich nach seinem eigenen Tempo und seinen eigenen Bedürfnissen. Kinder werden in einer angebotsorientierten Atmosphäre dazu angeregt, ihren Interessen gemäß jeden Tag darüber zu entscheiden, welche Einladungen/ Angebote sie wahrnehmen möchten – oder nicht. Das schließt mit ein, dass die Kinder auch lernen, ihre spontanen Bedürfnisse manchmal zurück stellen zu müssen. Im Laufe der Kindergartenzeit wird damit die Selbstkompetenz der Kinder ausgebildet.

Die Tages- und Wochenstruktur bietet allen (Kindern, Eltern und Fachkräften) einen übersichtlichen Rahmen und damit Verhaltenssicherheit. Angebote tauchen wiederholt während der Kindergartenkarriere auf: Niemand verpasst irgendetwas.

Während der Angebote verlassen die Kinder ihre Gruppen und lernen alle anderen Kinder in unterschiedlichen Zusammenhängen kennen. Das Gleiche gilt für die Fachkräfte, was einen Erfahrungsaustausch über die Entwicklung der Kinder ermöglicht.

 

Turntage (1. und 3. Freitag im Monat)

Gerade im Kindergartenalter spielt Bewegung eine große Rolle. Zu keiner Zeit war Bewegungserziehung aufgrund der Veränderungen in der kindlichen Lebenswelt so wichtig wie heute. Gesundheit und körperliches Wohlbefinden sind eng mit regelmäßiger Bewegung verbunden. Bewegung ist das Tor zum Lernen, denn durch „Greifen“ kommt das „Be-Greifen“.
Aufgrund dessen gehen wir zweimal im Monat mit allen drei Kindergartengruppen in die im Ort gelegene Turnhalle. Dort bieten verschiedene Materialien und Turngeräte Anreize, die den Kindern vielfältige Bewegungserfahrungen ermöglichen.

 

Spielzeug- und Büchertag (2. Freitag im Monat)

Jeden zweiten Freitag im Monat findet unser Spielzeug- und Büchertag statt. Die Kinder dürfen ein Spielzeug oder ein Buch von zu Hause mitbringen. Dies stellen die Kinder im Morgenkreis den anderen Kindern vor und können dann zusammen im Freispiel damit spielen.

 

Kinderkonferenz (Angebote dazu am 4. Freitag im Monat)

Einmal monatlich findet eine Kinderkonferenz der Schulclubkinder statt, in der die Kinder, die Angebote für den vierten Freitag im Monat planen. Anhand einer Kiko (Kinderkonferenz) haben die Kinder die Möglichkeit, Vorschläge und Ideen einzubringen. Diese werden innerhalb der Schulclubgruppen demokratisch abgestimmt. Dabei können sie sich darin üben, ihre Meinungen zu sagen und zu vertreten, den Tag zu planen, Erfolgserlebnisse zu verspüren, aber sie erkennen auch, dass man sich manchmal der Mehrheit unterordnen muss.

 

Gesundes Frühstück

Beim Frühstück ist es uns wichtig, dass auf die Ernährung geachtet wird. Wir wollen keine überzuckerten Produkte bei uns zum Frühstück. Schokolade, Kekse, Cornflakes, etc. dürfen  nicht mitgebracht werden. Werden solche oder  ähnliche Lebensmittel mitgebracht, werden sie wieder zurück mit nach Hause gegeben.
Wir haben auf jeden Tisch in der Küche einen Teller mit geschnittenen Obst stehen, an welche die Kinder sich bedienen dürfen. Außerdem sehen wir es als selbstverständlich an, dass die Kinder zu Hause gefrühstückt haben und hier nur eine Art Zwischenmahlzeit zu sich nehmen. Es geht uns nicht darum, alles zu verbieten, im Gegenteil, das wollen wir gar nicht. Zu Karneval oder bei besonderen Anlässen darf es auch mal was Süßes geben. Aber das tägliche Frühstück sollte nicht aus einem Schokopudding oder Keksen bestehen.

Jeden Freitag findet ein Brötchenfrühstück in unserem Kindergarten statt. Dies wird von Kück´s Biomarkt frisch geliefert.

 

 

Musikprojekt (am Mittwoch)

Seit September 2015 findet jeden Mittwoch (außer in den Ferien) hier im Kindergarten ein Musikprojekt statt.

„Je früher sich ein Kind von eigener Musik beschwingen lassen kann – umso schöner. Je mehr Kinder das Musizieren für sich entdecken – desto besser. In Niedersachsen macht dies seit 2009 das landesweite Programm Wir machen die Musik! möglich. Das Land bringt damit die Musik dorthin, wo Kinder sind: in Kindertagesstätten und Grundschulen. Träger ist der Landesverband niedersächsischer Musikschulen e. V. im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

Bei Wir machen die Musik! arbeiten Musikschulen zusammen mit den Kitas und Grundschulen vor Ort. Dabei richten sich die Musikexperten nach den jeweiligen Bedürfnissen der Einrichtungen. Finanziert werden die individuellen Projekte durch das Land Niedersachsen und örtliche Bildungspartner.“

Auszug aus der Internetseite: www.wirmachendiemusik.de

 

Schulclub (Vorschularbeit ein Jahr vor dem Schuleintritt)

Der Schulcub wird zweimal wöchentlich von einer Erzieherin in den Räumlichkeiten der Grundschule durchgeführt. Dieser findet immer 45 Min. statt, damit die Kinder sich an die Zeit einer Schulstunde gewöhnen. Im Schuclub werden verschiedene Themen bearbeitet, damit die Kinder auf die Schule vorbereitet werden.
Themen im Schulclub sind z.B. Farben und Formen, mein Körper, Buchstaben und Zahlen, Schwungübungen, Reime, Zusammenhänge, Reihenfolgen, Mengenerfassung uvm.

 

Beobachtungsbögen

"Der Beobachtungsbogen für Kinder unter 3", "Der Beobachtungsbogen für Kinder von 3-6", "Der Beobachtungsbogen für Vorschulkinder" und "Der Beobachtungsbogen für Sprachentwicklung von 1 - 6" von Kornelia Schlaaf-Kirschner

Diese Bücher sind das zentrale Werkzeug für die Gestaltung der Bildungsinhalte unserer Arbeit. Wir leiten daraus sowohl die übergeordneten pädagogischen Prozesse, als auch die Verfolgung von täglichen Feinzielen ab. Insofern sind diese Bücher unser didaktischer roter Faden, der sich in den fünf Jahren der kindlichen Entwicklung in unserer Einrichtung sowohl in den Bildungsinhalten, als auch in den erzieherischen Aspekten wieder findet. Daher dient er uns auch als Beobachtungs- und Dokumentationswerkzeug. Auf dieser Grundlage werden die Entwicklungsgespräche mit den Eltern geführt.

Hierbei möchten wir je nach Individualität des Kindes ein möglichst großes Maß an Selbstbestimmtheit, Selbstbewusstsein und Autonomie erreichen.

 

Unser Konzept wurde gemeinsam mit dem Fachberater Claus Brehme (KVHS Rastede) erarbeitet und dokumentiert.